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Hazelwood, Ali – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe

11. Januar 2022

Allgemeines

Titel: Die theoretische Unwahrheit von Liebe
Verlag: Aufbau Verlag GmbH & Co. KG
Autor*in: Ali Hazelwood
Meine Genre-Einordnung: Romanze
Seitenzahl: 443 Seiten
Perspektive: Personaler Erzähler aus Olives Sicht
ISBN: 9783352009716
Preis: 16,90€ (Hardcover)

Allgemeine Meinung

Herzensbuch

Danke an Netgalley und den Aufbau Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

 

Rezension

Klappentext:

Die Unvernunft der Liebe

Biologie-Doktorandin Olive glaubt an Wissenschaft – nicht an etwas Unkontrollierbares wie die Liebe. Dank ihrer Freundin Anh sieht sie sich plötzlich gezwungen, eine Beziehung vorzutäuschen, und küsst in ihrer Not den erstbesten Mann, der ihr über den Weg läuft. Nicht nur, dass dieser Kuss eine Kette irrationaler Gefühle auslöst – der Geküsste entpuppt sich zudem als Adam Carlsen: größter Labortyrann von ganz Stanford. Schon bald droht nicht nur Olives wissenschaftliche Karriere über dem Bunsenbrenner geröstet zu werden, auch ihre Verwicklung mit Carlsen fühlt sich mehr nach oxidativer Reaktion als romantischer Reduktion an, und Olive muss dringend ihre Gefühle einer Analyse unterziehen …

***

Dieses Buch hat mir wirklich unglaublich viel gegeben. Nicht nur habe ich seit langem mal wieder eine Phase gehabt, in der ich wirklich nichts anderes tun wollte, als immerzu weiterzulesen, weil die Geschichte von Olive einfach so unfassbar schön ist. Sondern auch die Liebe, die zwischen ihr und Adam entsteht, ist so unglaublich schön, langsam und zart, dass man gar nicht anders kann als permanent mitzufiebern.

Olive ist ein Charakter, der definitiv so existieren könnte. Sie ist gut in dem was sie tut, als Wissenschaftlerin brillant aber wenn es um Liebe geht, doch etwas holprig. Dass sie sich des Öfteren an der ein oder anderen Lüge bedient, um ihrer Freundin Anh aufzuzeigen, dass sie nicht in ihren Schwarm verknallt ist, hat sowohl seine guten als auch seine Schattenseiten. Trotzdem wird sie dabei nicht unsympathisch. Und ihre sehr logisch denkende Art sorgt dafür, dass man so ziemlich jede Möglichkeit aus ihrer Sichtweise bekommt, bevor sie sich zu etwas entscheidet, was dazu führt, dass man immer genau weiß, warum sie sich für etwas entschieden hat. Tatsächlich klingt das sehr trocken, aber im Kontext des Buches ist es definitiv nicht störend, sondern eher noch ein sehr cooles Konzept.

Unser lieber Adam war am Anfang für mich ein bisschen ein doofer Kerl, den ich aber über die Zeit beim Lesen sehr lieb gewonnen habe. Am Ende stellt sich raus, dass er eigentlich ein ganz süßer ist und sowohl er als auch Olive Glück haben, sich zu finden.

Die Geschichte schreitet nicht zu langsam aber auch nicht zu schnell voran, ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, mit der Kirche ums Dorf zu fahren. Dadurch, dass man so gute Einblicke in die Überlegungen von Olive bekommt, weiß man genau, wieso die Dinge ihren Lauf nehmen und welche Konsequenzen einen erwarten können.
Besonders gefallen hat mir auch, dass es vor jedem Kapitel eine kleine “Zusammenfassung” in Form einer wissenschaftlichen These gab, die ungefähr verrät, was im nächsten Kapitel abgeht, ohne jedoch zu spoilern.
Die Liebe die sich zwischen den beiden Protagonisten entwickelt ist zart und langsam, am Anfang bekommen sie es nicht mal wirklich mit. Das lag vor allem daran, dass alles noch sehr wissenschaftlich gehalten wurde und Olive eine sehr strukturierte Denkerin ist. Ich habe von Anfang an mitgefiebert und nicht einmal die Sexszene überlesen (die ich normalerweise immer überfliege, weil ich einfach schon zu viele gelesen habe und es oft dasselbe ist). Aber diese hier war eine wirklich gute Szene, das muss man schon sagen.

Insgesamt hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich es mir direkt auf Englisch gekauft habe, weil ich die Deutsche Version ja jetzt schon kenne und nicht warten will, bis es in Deutsch auch als Print zu haben ist.

Ich empfehle euch also mit vollem Herzen dieses Buch, das mein Herz hat höher schlagen lassen. Ich werde es definitiv nochmal lesen, vielleicht hat ja jemand Lust auf einen Buddyread? 🙂

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