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Schöche, Vanessa – Broken Will

18. März 2021

Allgemeines

Titel:  BROKEN Will
Verlag: Vajona Verlag
Autor*in: Vanessa Schöche
Meine Genre-Einordnung: New Adult Romance
Seitenzahl: Broschiert ca. 530 Seiten
Kapitel: 47 + Epilog
Perspektive: Ich-Erzähler, zwei Perspektiven (Willow und Josh)
ISBN: 978-3-948985-02-8
Preis: 13,90 €

BROKEN Will

Allgemeine Meinung

Leseempfehlung

Ein großes Dankeschön an den Vajona Verlag, der mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rezension

BROKEN Will hat mich von Anfang verzaubert. In diesem Buch begleiten wir die vom Leben gezeichnete (wortwörtlich zu verstehen, leider) Willow auf ihrem Weg der Besserung und erleben mit, wie sie sich neu verliebt.

Sie versucht, ihr altes Leben hinter sich zu lassen und lernt den jungen Josh kennen, der ihr Leben von einem auf den anderen Moment auf den Kopf stellt. Denn sie bekommt ihn nicht mehr aus dem Kopf. Doch aus Angst, dass er sieht, was wirklich mit ihr passiert ist, stößt sie ihn immer wieder von sich. Halt gibt ihr zu Anfang der Geschichte nur ihre beste Freundin Tammy. Doch als Josh in ihr Leben stolpert, lernt sie, dass man sich auch auf Menschen einlassen kann, wenn man ein gebrochenes Herz hat.

Allgemein waren die Charaktere sehr schön beschrieben, sie haben Persönlichkeit und Tiefe.

Ich mochte Willow auf Anhieb. Ihre Art ist nicht die eines typischen Mädchens in diesem Genre. Sie ist wie eine Katze: Lauernd, abwartend, manchmal gnadenlos und dennoch braucht sie hin und wieder Streicheleinheiten. Auch wenn sie versucht, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, ist klar, dass ihr das nicht so ganz gelingt. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie eine Therapie macht, was leider viel zu selten beleuchtet wird.

Eine Therapie zu machen ist keine Schande und oft das Beste was man tun kann. Wie die Autorin dieses Thema ganz unverfänglich und einfach mit eingebunden hat, war perfekt.

Josh war mir ebenfalls von Anfang an sympathisch. Er ist kein dämlicher Bad Boy, hat Ideale und Vorstellungen, auch wenn er sich manchmal etwas zu sehr in seine Retterrolle hineinsteigert. Dass er aber zum Beispiel völlig kostenlos und ehrenamtlich einen Verteidigungskurs gibt, hat mir unglaublich gut gefallen. Auch ist er jemand, der nicht so einfach aufgibt. Ihn holt ebenfalls die Vergangenheit ein, als er es am wenigsten gebrauchen kann, dennoch schafft er es, unter anderem auch Dank Willow, damit fertig zu werden und abzuschließen.

Die Handlung ist vor allem zu Anfang eher im Hintergrund. Man erfährt viel über die Protagonisten durch innere Monologe. Doch auch, wenn das vielleicht etwas abschreckend wirken kann, lohnt es sich, dran zu bleiben. Denn sehr bald schon nimmt die Handlung an Fahrt auf, kommt dennoch ohne große „Action“ aus.

Allgemein ist die Geschichte eher ruhig, da der Fokus hauptsächlich auf dem Seelenleben der beiden Charaktere liegt. Ich finde, man kann vor allem Willow sehr gut nachvollziehen, je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt. Ich habe von Anfang an richtig mitgefiebert.

Das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen. Das liegt hauptsächlich daran, dass das Krankheitsbild, dem Willow unterliegt, etwas einfach gelöst wird. Es gibt natürlich Sätze wie „Es wird nicht alles sofort wieder gut werden“ und „Das braucht Zeit“. Dennoch hat mir das zu aufgesetzt gewirkt, da man ein seelisches Leiden nicht so schnell lösen kann. Willows Wunden sitzen tief und brauchen Zeit, um zu heilen. Der Anfang ist sicher getan, dennoch sollte man es auch zum Ende hin nicht verharmlosen.

Trotzdem ein sehr schöner und äußerst befriedigender Abschluss einer berührenden und emotionalen Geschichte, bei der man definitiv Taschentücher bereithalten sollte.

Das Buch ist eine eindeutige Empfehlung für alle, die auf emotionale, tiefgehende Liebesgeschichten stehen.

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