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Henderson, Alexis – Das Jahr der Hexen

16. November 2021

Allgemeines

Titel: Das Jahr der Hexen
Verlag: Festa Verlag
Autor*in: Alexis Henderson
Meine Genre-Einordnung: Thriller
Seitenzahl: 528 Seiten
Kapitel: 40 Kapitel, unterteilt in vier Teile
Perspektive: Personaler Erzähler aus Immanuelles Sicht
ISBN: 978-3-86552-911-4
Preis: 19,99€

Allgemeine Meinung

Leseempfehlung

Ich danke dem Festa Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar!

 

Rezension

Zunächst einmal möchte ich mich sehr herzlich beim Festa Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken, ich habe mich wirklich sehr gefreut, als das Ebook in mein Postfach geflattert ist.

Starten wir doch dann direkt mit der Rezension:

Das Cover macht einen guten ersten Eindruck, ist trotz der dunklen Farben ein Blickfang. Normalerweise mag ich Menschen auf Covern nicht besonders, doch hier fügt sich die Frau perfekt in das Bild ein und gibt noch mehr Hinweise darauf, um was es in dem Buch geht. Außerdem vermittelt sie meiner Meinung nach einen guten Eindruck der Protagonistin, um die es geht.

Der Schreibstil war am Anfang etwas ungewohnt und wirkte an manchen Stellen ein wenig gestellt, doch je mehr ich in das Buch eintauchen konnte, desto mehr verflüchtige sich dieser Eindruck und ich nahm den Schreibstil als sehr passend war. Vermutlich lag mein anfänglicher Eindruck daran, dass ich nicht so viele Bücher lese, die in einem eher älteren Stil geschrieben sind. Dieser Stil jedoch ermöglichte es, noch tiefer in die Welt und die Geschehnisse einzutauchen und machte die Geschichte noch ein wenig greifbarer.

In diesem Buch wird die Thematik der Hexenverfolgung aufgegriffen, jedoch nicht in dem Stil, den man normalerweise kennt. Stattdessen geht es darum, dass in der Stadt Bethel eine Plage nach der anderen ausbricht und unsere Hauptprotagonistin Immanuelle anfängt zu glauben, dass sie und ihre Vergangenheit etwas damit zu tun haben könnten. Sie stellt Nachforschungen an, und was sie herausfindet, könnte sie ihr Leben kosten.

Die Protagonistin ist eine beeindruckende und greifbare Persönlichkeit, jedoch konnte ich zum Ende hin ihre Beweggründe nicht ganz nachvollziehen, was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich persönlich anders gehandelt hätte, wenn ich in ihrer Haut gesteckt hätte und das durchmachen musste, was sie durchgemacht hat. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, da es zu sehr spoilern würde.

Das Buch beschäftigt sich außerdem auch auf geschickte Weise mit den Themen Feminismus, Patriachart und Sexismus. Diese werden nicht ausdrücklich benannt, jedoch kann man sie sehr gut herauslesen, was mich sehr beeindruckt hat. Vor allem das Thema Patriachart wird durch den Propheten der Stadt und dem Glauben deutlich, die beide eine wichtige Rolle spielen für die Entscheidungen und Handlungsweisen der Protagonisten.
Der Feminismus ist durch Immanuelles Rebellion gegen das System gegeben. Es hat mich sehr beeindruckt, dass sie trotz aller Widrigkeiten zu sich, ihrer Liebe und ihren Taten stand, egal, was für Konsequenzen folgen. Da kann man sich durchaus eine Scheibe abschneiden, denn es ist unglaublich wichtig, zu sich selbst zu stehen und sich nicht aufgrund des Glaubens oder der Meinung anderer zu verstellen und zu verändern. Das macht Immanuelle sehr deutlich.

Der einzige „negative“ Punkt ist, dass das Buch nicht so gruselig war, wie ich es mir erhofft hatte, das ist jedoch kein Grund, das Buch nicht zu lesen und nur etwas, das meinen persönlichen Erwartungen widersprochen hat und in diesem Sinne damit eigentlich auch kein wirklich negativer Punkt. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, ist bisweilen auch brutal und schonungslos ehrlich. Man taucht tief in die Köpfe der Protagonisten ein und ich habe an einigen Stellen durchaus stark mit Immanuelle mitgelitten.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Allein schon das Setting, in welchem das Buch spielt, war anschaulich und realistisch beschrieben, wenn ich auch etwas Probleme mit der gesamten Geografie der Städte hatte, in denen die Handlung spielt. Auch die Art und Weise, wie die Figuren mit der Handlung ineinandergegriffen haben, hat mir sehr gut gefallen.

Ich empfehle dieses Buch wärmstens weiter für alle, die Geschichten über Hexen lieben und düstere Geschichten bevorzugen.

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